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Deutsche Meisterschaft in Ingolstadt

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Husum (tl) -  Andreas Lefort vertrat bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Senioren im olympischen Vollkontakt-Taekwondo am Samstag, den 27.02.10 im bayerischen Ingolstadt die Farben seines Landesverbandes und die der Seahawks des TSV Husum. In der Gewichtsklasse bis 80kg stellte er sich der starken Konkurrenz von insgesamt 18 nominierten Athleten.

Bereits am Vortag war der 36-jährige Husumer mit einem kleinen Betreuerteam in das 850 km entfernte Ingolstadt gereist. Nach einer beschwerlichen 10 ½  stündigen Anreise per Pkw erreichte das Team die Wettkampfstätte im Freistaat Bayern just in time. Genau um 20:58 konnte sich Lefort gerade noch rechtzeitig registrieren und wiegen lassen. Ort des Geschehens war die multifunktionale und 4816 Personen fassende Saturn-Arena. In dieser sind auch die Ingolstadt Panthers beheimatet, die dort in der Deutschen Eishockey Liga ihre Heimspiele austragen. An diesem Wochenende war die Halle aber fest in der Hand der Spitzen-Taekwondoka, die zu diesem Event aus ganz Deutschland angereist waren, um sich mit den Besten ihrer Sportart zu messen. Neben dem Vollkontakt-Wettbewerb der Senioren wurde am Sonntag auch noch der der Kadetten und die internationale deutsche Meisterschaft im Poomsae (Formenlaufen) durch die Deutsche Taekwondo Union (DTU) ausgerichtet.

Bei den Senioren waren 240 Kämpfer aus 99 Vereinen gemeldet, die auf vier Wettkampfflächen um das begehrte Edelmetall stritten. Gekämpft wurde nach den neuen WTF-Regeln mit der elektronischen Kampfweste von Adidas. Die Kombination von neuem Regelwerk und Weste wertet nur technisch saubere Treffer, die auch mit einem bestimmten Hitlevel ausgeführt wurden. D.h. Treffer werden erst gegeben wenn diese auch mit einer entsprechenden Aufprallwucht von den Sensoren erfasst werden. Bei den Herren bis 80kg war der Schwellenwert auf 210 Joule festgelegt, sodass es, wie in der Vergangenheit oft geschehen, nicht ausreichte nur zu treffen, sondern auch mit einer erforderlichen Schlagkraft zu kicken oder einen Fauststoß abzugeben.

Mit einem Freilos gelangte Lefort in das Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft und traf dort in seinem ersten Kampf am frühen Samstag Nachmittag auf den für den VfL Sindelfingen startenden Sven Kaminski. Die erste Runde war auf beiden Seiten noch von gegenseitigem taktischem Abtasten geprägt. In Runde 2 dominierte dann Lefort und versetzte dem Baden-Württemberger einen sauberen Wirkungstreffer auf die Weste sowie einen gekonnten Highkick an den Kopf, die ihm eine 5:1 Führung einbrachten. Noch vor der Pause konnte sein Gegner aber auf 5:3 verkürzen. Gleich zu Beginn der dritten Runde verpasste wiederum ein schöner Highkick sein Ziel nur um Haaresbreite. Hier hätte der Seahawk vielleicht für eine kleine Vorentscheidung sorgen können. Stattdessen kam der Sindelfinger aber immer besser in den Kampf und platzierte fast postwendend einen Kopftreffer und war plötzlich mit 6:5 vorne. Lefort musste nun aufmachen und in die Offensive gehen. Mit zwei 2-Punkte-Drehkicks konterte Kaminski jeweils nach energischen Angriffen des Nordfriesen und baute seine Führung zum 5:10 Endstand aus. Kaminski drang noch bis ins Finale vor und unterlag dort dem sechsfachen Deutschen Meister Sebastian Lehmann knapp mit 1:2 Punkten.

In den nächsten Vergleichen müsse man sich bezüglich der neuen Wettkampfregeln und dem Kampf mit der elektronischen Kampfweste taktisch geschickter aufstellen. Insgesamt wäre hier bei einer anderen „Marschroute“ wohl mehr drin gewesen, war das Fazit des enttäuschten Lefort und seines Coaches und Landestrainers Manfred Fechner. Schon in zwei Wochen soll dieser Vorsatz bei den in Hamburg stattfindenden German Open angegangen werden.

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